Montag, 7. August 2017

Guten Abend,
schon wieder Montag, aber der gestrige Sonntag war viel zu schade, um ihn mit schreiben zu verbringen. :)
Aber erstmal von Anfang an.
Seit letzter Woche bin ich endlich wieder am arbeiten. Im Tetekela, hat sich in den letzten 4 Jahren ganz schön viel verändert. Dort gibt es jetzt seit Anfang diesen Jahres eine Pre School, quasi einen Art Kindergarten. 35 kleine Kinder zwischen 2-5 Jahren. Diese werden von insgesamt 3 neuen Lehrerinnen unterrichtet. Eine Klasse gibt es noch mit den Tetekela Kindern, wo ein paar von denen morgens bzw. Nachmittags zusätzlich in eine andere Schule gehen, und wo von ein paar Kinder auf das nächste Schuljahr drauf vorbereitet werden. Die Kinder unterrichtet ein Lehrer und vorrübergehend Ich. Leider fangen ab den 12.08.17 hier die Schulferien an und ich muss gucken was ich ab nächste Woche mache, aber das ist auch schon in Arbeit.
An die Arbeit im Tetekela muss ich mich erstmal wieder dran gewöhnen aber es macht auf jeden Fall wieder Spaß da zu sein und dieses Mal habe ich auch Arbeitskollegen mit denen ich mich austauschen und quatschen kann. In der Woche kamen jeden Tag Kinder, die ich schon vor 4 Jahren unterrichtet hatte, okay Kinder sind es nicht mehr, einige von denen sind mittlerweile so groß wie ich. Viele von den Kindern die ich unterrichtet hab, kommen nicht mehr zum Tetekela, aber ich hatte ein paar von Ihnen auf der Straße getroffen, als diese gerade von der Schule kamen, und das ist das Wichtigste das sie weiterhin zur Schule gehen.
Am Dienstag war ich im Mapalo, die machen zum Glück keine Ferien, also kann ich da erst einmal wie gwohnt jeden Dienstag hingehen. Da viele Eltern einen sehr weiten Weg vor sich haben und dabei die kleinen auch noch auf den Rücken tragen müssen, kommen viele nicht pünktlich, sondern nach und nach an. So dauert es meist bis die Therapien für die kleinen anfangen. An dem Dienstag gab es leider gar keine Therapie, da einer dort war, der sich vorgestellt hat und jetzt jede Woche kommen möchte, um mit den Eltern zu besprechen, welche Übungen und andere Maßnahmen gut und wichtig für jedes einzelne Kind ist.
Am Samstag war ich endlich wieder im Stadion, um meine Fußballmannschaft anzufeuern. Das Spiel war viel zu aufregend, ich konnte gar nicht still sitzen und war die ganze Zeit kräftig am mitfiebern, leider reichte es nicht für einen Sieg, aber dafür ein faires 1-1.
Gestern waren meine Mitbewohnerin und ein guter Freund von mir bei einer etwas weiter entfernten Lodge, wo es einen größeren Pool gibt. Ich wollte unbedingt das schöne Wetter mit schwimmen verbringen. Meine beiden Freunde schauten mir dabei nur zu. Dem einem war es zu kalt und die andere mag kein Wasser, was ich gar nicht verstehen kann. Ich hab es auf jeden Fall sehr genossen. Und so saßen wir dann noch einige Stunden, spielten Skipbo und Mensch ärger dich nicht und fuhren nach hause, als die Mosquitos meinten uns ärgern zu müssen.
Für mich geht es morgen wieder mit dem Arbeiten los, da wir heute einen Feiertag hatten.
Ich wünsche allen eine schöne Woche :) 
Bis dahin, eure Caro :)



                                                             Die Kleinen im Tetekela,



                                                 
                                                        Meine großen Tetekela Kinder  :)
                                             
                                                                 Das verdiente 1-1 :)
                                                   


Montag, 31. Juli 2017

Zurück in Sambia :)

Hallo ihr Lieben,
nach fast 3 Wochen gibt es heute ein Lebenszeichen von mir. Bis jetzt hatte ich noch kein Internet, dieses Problem löst sich hoffentlich bald, aber zudem war ich die letzten Wochen auch sehr beschäftigt. Gerade angekommen in Lusaka, war ich nur unterwegs, Freunde vor Ort treffen und neue Orte kennen lernen, so saß ich direkt am Freitag wieder für 8 Stunden im Bus, um Freunde zu treffen. Am Montag war ich bereits wieder zurück und nahm Dominik, Manuel und Julie aus Deutschland in Empfang, Panos kam ein Tag darauf. Die 4 reisen ein bisschen durch Afrika und waren bereits mit mir in Sambia. Am Mittwoch ging es dann für mich endlich nach Kasama, meine Vorfreude war so groß, all meine Freunde wiederzusehen, nur sollte ich mich noch gedulden müssen. Der Bus war nach nur 1 Stunde Fahrt, defekt und wir warteten ganze 4 Stunde auf den nächsten. Letztendlich saß ich 19 Stunden im Bus und war froh als ich nachts endlich angekommen war. Hier wohne ich bei meinem besten Freund, Komfort ist etwas anderes, aber ich habe mein eigenes kleines, chaotisches Zimmer, wo ich mich schon jetzt sehr wohl fühle.
Samstag kamen die 4 hier her und wir verbrachten die Tage zusammen, bis sie Dienstagnacht weiter reisten. Montag waren wir zu fünft mit dem Auto nach Mbala gefahren, um den Kalambo Wasserfall zusehen. Ich war die Einzige mit einem internationalen Führerschein und so saß ich hinter dem Steuer, das war ein Erlebnis. Es hatte zwar keinen Sinn gemacht, da wir 9 Stunden am fahren waren und nur 1 Stunde bei dem Wasserfall, aber wir waren trotzdem der Meinung, alles richtig gemacht zu haben :)
Dienstag war ich zum ersten Mal im Mapalo, bei den Kindern mit den Behinderungen. 2 kleine Mädchen kannten mich noch und freuten sich riesig mich zusehen, so wie ich mich auch. Von der einen bekam ich zum Anfang ein Begrüßungsküsschen und die Andere ließ mich die nächsten 2 Stunden nicht mehr los. Ab Morgen fange ich dort an zuarbeiten. Erstmal 1x in der Woche, aber das kann sich noch ändern.
Ab Mittwoch war ich etwas kränklich, bekam aus unerklärlichen Gründen, einen fiesen, juckenden Ausschlag. Und so besuchte ich nach langem Durchhalten das Krankenhaus, aber auch nur um mir ein paar Spritzen und Medikamente abzuholen. Die nächsten Tage war deswegen ausruhen angesagt und so verbrachte ich die Tage nur im Haus und freute mich wenn ich Besuch bekam.
Gestern war ich das erste Mal seit langem wieder in der Kirche, der Weg dorthin ist jetzt um einiges länger, aber wer liebt es nicht sonntags um 6 Uhr aufzustehen?! :D
Abends hatte ich noch ein Gespräch mit meinem Gastvater Christopher, wie es für mich beruflich hier weiter geht. Bevor ich bei ihm anfange zu arbeiten, bekomme ich noch eine Schulung, die soll jetzt bald anfangen, bis dahin arbeite ich im Tetekela, wo ich damals als Freiwillige bereits gearbeitet habe und im Mapalo. Heute war ich im Tetekela, um mit Sr. Mary meine Aufgaben zu besprechen. Ab Mittwoch darf ich dort anfangen.
Ich hoffe, das ich jetzt wieder regelmäßig etwas von mir hören lassen kann. 
Ganz liebe Grüße und bis bald, eure Caro :)

 

 Meine neue Freundin,

 
 und ihre kleine Schwester :)



 
 mal wieder Fußball, dieses Mal in Kitwe :)

 
 Meine Besten :)

 
 Los geht´s


 
 Da ist er :)



 Manch einer von uns, war etwas lebensmüde :D







Montag, 1. September 2014

Heute vor einem Jahr….
habe ich den allerersten Bericht verfasst.
Jetzt bin ich schon wieder ganze 6 Wochen Zuhause und kann es noch immer gar nicht richtig glauben. Ich weiß noch wie ich am 25.07.14 von meiner Familie und meinen Freunden mit einem Bus vom Flughafen abgeholt wurde und Zuhause eine große Überraschungsparty auf mich gewartet hat.
Die ersten Tage daheim waren sehr chaotisch und ich war ganz schön neben der Spur. Die ersten Abende guckte ich immer wieder auf die Uhr und wartete darauf, dass die Sonne endlich unterging. Wenn ich etwas bezahlen musste rechnete ich noch immer in kwacha um und dachte nur wie teuer doch alles ist, aber das hat sich mit der Zeit gelegt. Eine Sache die ich in dem Jahr ganz sicher nicht verlernt habe war das Auto fahren. Darauf hatte ich mich riesig gefreut. Genauso wie das Auto fahren habe ich auch das Feiern nicht verlernt, auch wenn ich bei den ersten Partys auf denen ich war schon nach ein paar Stunden wieder nachhause musste, einfach weil ich so müde war. Nach 1 ½ Wochen die ich Zuhause war, bin ich mit meiner jüngsten Schwester für 3 Tage an die Ostsee, zum Zelten gefahren. Das tat richtig gut, da ich dort einfach Zeit für mich hatte und richtig in Deutschland ankommen konnte. Eine Woche später war ich dann auch schon wieder im Urlaub bei meinen Großeltern, den ich schon Wochen vorher geplant hatte, aber die Beiden selber wussten es nicht, bis bei ihnen vor der Haustür stand. Das war richtig Erholung und seitdem ich zurück bin, kann ich  auch sagen, dass ich wieder Zuhause angekommen bin.
Kontakt zu Sambia habe ich noch sehr viel. Mit ein paar Freunden skype ich regelmäßig und demnächst wollte ich auch mal ein paar Briefe verschicken.
Auch wenn es Zuhause sehr schön ist, vermisse ich Kasama (Sambia) doch sehr. Besonders meine Freunde, meine Kinder aus der Schule und meine kleinen Geschwister aber auch die ganze Umgebung, die Ruhe, die vielen Leute auf den Straßen und die Freundlichkeit. Wenn ich hier einkaufen gehe kommen mir, wenn ich Glück habe 1-2 Leute entgegen, gar nicht zu vergleichen mit Kasama und begrüßt wird man auch nicht mehr, außer von Denen die man kennt oder von den älteren Herrschaften aber sonst sagt keiner mehr Hallo oder fragt wie es einem geht. Aber so ist das hier in Deutschland….
Ich wurde oft gefragt, ob ich es bereue und ob ich es noch einmal machen würde. Darauf habe ich dann geantwortet, dass ich keinen einzigen Tag bereue und dass ich diesen Schritt immer wieder wagen würde. Dieses eine Jahr war eine tolle Zeit, die ich nicht mehr missen möchte. Ein Jahr in dem ich so viele neue Freunde gefunden habe und so viel gelernt habe.
Für mich steht auch eins schon sicher fest, das ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dort hin möchte und auch wenn es nur für einen Monat ist.  
Aber jetzt heißt es erst einmal wieder richtig Geld verdienen. ;-)
So zum Abschluss wollte ich mich noch bei all den fleißigen Lesern bedanken, die wöchentlich meine Berichte gelesen habe. Ich hätte nie gedacht, das so viele Menschen mein Jahr in Sambia verfolgen würden, danke!
Und vielleicht wird dies auch nicht mein letzter Bericht gewesen sein, denn das Kapitel Afrika ist noch lange nicht abgeschlossen. ;-)
Ich werde auf jeden Fall mal wieder etwas von mir hören lassen. Bis dahin,


eure Caro :)

Donnerstag, 24. Juli 2014


Guten Abend,
so jetzt ist meine letzte Stunde angebrochen, bevor ich gleich in das Taxi steige und zum Flughafen fahre.
Ich kann es noch immer nicht glauben, dass ich morgen um die Zeit schon in Deutschland sein werde.
In meiner letzten Woche in Kasama habe ich mich eigentlich nur mit Abschied nehmen befasst. Besonders traurig war der Abschied von meinen ganzen Kindern im Tetekela und von meinen kleinen Geschwistern. Samstagabend kamen dann auch noch ganz überraschend ein paar Jungs aus der Fußballmannschaft um sich von mir zu verabschieden, da hab ich mich echt gefreut. Sonntag hatten unsere Priester uns dann noch einen schönen Abend bereitet, für uns gekocht, bzw. kochen lassen und dann gab es eine kleine Abschiedsfeier.
Montag saß ich dann  mein letztes Mal für 12 Stunden im Bus und bin nach Lusaka gefahren.
Hier habe ich noch ein paar Geschenke für meine Lieben in Deutschland besorgt und hab dabei sogar noch etwas von Lusaka gesehen.
Gesternabend haben Kim und Ich noch einmal schön gemeinsam zu Abend gegessen und uns dann einen Film angeschaut, ein ganz gemütlicher Abend. :)
Der heutige Tag war eigentlich nur noch zum Ausruhen und Koffer packen da.
So das soll es jetzt auch erstmal gewesen sein. Aber ich schreibe auf jeden Fall noch einmal und dann gibt’s auch noch ein paar Fotos von meiner letzten Woche in Kasama.

So ich würde mal sagen bis Morgen und ein paar werde ich wahrscheinlich schon am Wochenende sehen. Bis dahin, eure Caro :)

Dienstag, 15. Juli 2014

Guten Abend,
jetzt ist es schon wieder 4 Wochen her, dass ich das letzte Mal was von mir hören lassen habe, auch wenn ich es mir wirklich immer vornehme, so kommt sonntags letztendlich doch immer etwas dazwischen. :(
Mitte Juni waren wieder alle Sambia- Chaoten vereint um die Visumsverlängerung zu bekommen und um noch einmal gemeinsam Kasama unsicher zu machen. Natürlich verfolgen wir auch hier ganz fleißig die WM und dank unseren Freunden, wo wir die Möglichkeit haben Fußball zu gucken, können wir bei jedem Deutschlandspiel ordentlich mitfiebern. :) Bis jetzt besaß ich noch nie ein Deutschlandtrikot aber ich hätte auch nie gedacht, dass es in Sambia mal dazu kommen würde. Einer der Jungs von Meiner Fußballmannschaft kam eines Sonntagmorgens mit einem neuen Deutschlandtrikot um die Ecke. Jetzt hab auch endlich ich eins, das bis jetzt bei jedem Spiel getragen wurde und natürlich heute Abend nicht fehlen darf!
Seit Juli sind zwei unserer Mädels, Greta und Julie schon wieder in Deutschland und als ich so das erste Foto von den Beiden aus Deutschland bekam, packte auch mich die Lust in den Flieger zu steigen und nach Hause zu fliegen, aber auch das ist schon wieder über eine Woche her und wenn ich überlege das ich nächste Woche um die Zeit auf meinen gepackten Koffern sitze, dann weiß ich das es echt nicht mehr lange hin ist.
Morgen bricht schon meine letzte Woche Schule an und auch von meinen Freunden hier in Kasama muss ich mich so langsam verabschieden. Am Anfang hatten wir überlegt eine kleine Abschiedsfeier zu schmeißen, haben uns nachher aber dazu entschieden, uns von jedem Einzelnen zu verabschieden, so werde ich ab Morgen meine Freunde besuchen um mich zu verabschieden.
In der Schule gibt es am Freitag eine kleine Abschiedsfeier, wo ich noch einmal ein bisschen Zeit mit Allen verbringen kann.
Hier in der Schule ist in den letzten Wochen nicht all zu viel passiert. Die meiste Zeit hab ich mit meiner Klasse Spiele gespielt, sie ein paar Aufgaben lösen lassen oder einfach nur in der Sonne gelegen und dabei ein paar Lieder geträllert. :)
Mit den großen Jungs hab ich letzte Woche ein paar Geldbörsen aus Tetra Packungen gebastelt, sie dann am letzten Tag von mir bekommen.
Doch da fällt mir noch etwas ein. Da die Kinder hier Nichts haben, wo sie ihre Stifte rein tun können, habe ich mir überlegt, dies zu ändern. In dem einen Jahr habe ich hier so ein paar Sachen gesammelt, wie Verpackungen, Flaschen und auch kleine Döschen wo Vitamintabletten drin sind. Diese Röhrchen haben die passende Größe für Stifte und so bin ich letzte Woche mit den Dosen und etwas Stoffresten in die Schule und dann haben wir gemeinsam die zukünftigen Stifteaufbewahrer verziert. Auch wenn ich ihnen mehrmals gesagt hatte, dass sie genug Zeit hätten, so wollte doch jeder als Erstes fertig sein. Aber trotzdem hatten die Kinder ihren Spaß dabei und freuen sich schon wenn sie die nächsten Freitag von mir bekommen, natürlich nicht leer. ;-)
Letzte Woche waren unsere sambischen Kumpels von deren Freund zu einem so genannten Chilanga Mulilo eingeladen. Der Freund heiratet in ein paar Wochen und an dem Samstag haben die Frauen aus beiden Familien alle traditionellen Gerichte gekocht. All das wurde ihm dann ganz traditionell und mit Musik und Tanz, überreicht. Damit wird ihm gezeigt, was er von seiner zukünftigen Frau gekocht bekommt. Kim und Ich durften mitkommen und wieder einmal einen Einblick in die sambische Tradition bekommen.
Gestern hatte ich morgens meine beiden Mädchen, Chibesa und Carol zum Pizza backen bei mir Zuhause. Nachmittags wollten wir nämlich in die Sinamu Lodge, weil ich den Beiden und Little Christopher ja versprochen hatte noch einmal mit Ihnen schwimmen zu gehen. Aber aus dem Schwimmen wurde nichts mehr, da wir relativ spät erst dort ankamen und so saßen wir Alle einfach nur gemütlich beisammen, haben Pizza gegessen und über die letzten Monate gequatscht. Mit Little Christopher bin ich dann nachher noch an den Pool gegangen und haben uns dort hingesetzt und unsere Füße im Wasser baumeln lassen, besser als gar nichts ;-)
Heute Morgen war ich mit den beiden Mädchen in der Kirche, die heut ziemlich lange andauerte, da in der heutigen Messe, 21 Brüder ausgesandt wurden. Das war echt mal interessant mitzubekommen.
Mit einer Freundin war ich gestern endlich mal in zwei Dörfern hier in Kasama. Mukulumpe und Musenga Village, wo viele meiner Kinder leben. In Musenga habe ich auch viele von Denen getroffen, sogar ein paar die seit ein paar Monaten nicht mehr zur Schule kommen. So konnte ich mich wenigstens auch von Denen noch verabschieden. Als ich dort war kam es mir vor als wäre ich an einem ganz anderen Ort. Dieses Dorf hat ein richtiges Eigenleben. Es gibt dort eine Schule, viele kleine und auch große Läden und sogar ihr eigenes Bier. Man kann sich nicht vorstellen, dass es ein paar Straßen weiter einen Supermarkt gibt, oder sonst Irgendetwas. Ich glaube es ist auch nicht üblich dass sie dort Besuch von einer „Weißen“ haben, denn die ganze Zeit kamen Kleine und Große Leute auf mich zu gelaufen und wollten mich begrüßen.
Ich bin echt froh, dass ich vor meinem Abflug noch einmal dort war und mir einen klitzekleinen Blick davon verschaffen konnte, wie die Kinder aus meiner Schule eigentlich wirklich leben.
So ich hoffe dass ich es am Sonntag schaffe noch einen Bericht zu schreiben, auf jeden Fall werde ich es versuchen, mich noch einmal zu melden, bevor ich wieder in Deutschland bin.
Jetzt werde ich erst einmal mein Deutschlandtrikot anziehen und dann geht es in die Sinamu Lodge, wo wir den Deutschen natürlich die Daumen drücken werden.
So ich wünsche Allen einen schönen Sonntagabend und ganz viel Spaß beim Fußball gucken!

Bis ganz Bald, eure Caro ;-)

(Seifenblasen sind echt was Tolles! ;-)


:)


(Süßer Besuch im Tetekela :)


( Schwer konzentriert die Kleinen....)


(und auch die Großen ;-)


( Die Jungs kämpfen und die Mädels entspannen :)

Sonntag, 15. Juni 2014

Halli Hallo,

momentan finde ich einfach nicht mehr die Zeit hier regelmäßig zu schreiben, was ich in der Woche so erlebe. Ist zwar Schade aber seit ein paar Wochen rasen die Tage an einem noch schneller vorbei als sonst und ich möchte die letzten 40 Tage die ich noch hier bin, in vollen Zügen genießen. Dennoch versuche ich in den letzten Wochen jeden Sonntag zu schreiben. ;-)
In der Schule hab ich in den letzten Wochen viel mit den Kindern unternommen. Zu einem habe ich mit ein paar Kindern ein Bild mit Handabdrücken gemacht. Ich hatte mir einige Motive ausgesucht und ihnen vorgeschlagen, dann mussten sie sich als Gruppe für ein Motiv entscheiden. Da ich keine Fingerfarbe habe, hab ich mir meine eigene Farbe gekocht, mit Mehl, Wasser und Lebensmittelfarbe. Bei der Aktion hatten alle Beteiligten ihren Spaß und auch ich durfte mich mit meiner Patscherhand verewigen. Jetzt hängt das fertige Bild in meiner Klasse und ist deren ganzer Stolz. :)
Dann habe ich an einem Nachmittag den Kindern „Kegeln“ beigebracht. Ich hatte einfach 6 kleine Flaschen von Zuhause mitgebracht, die wir dann etwas mit Erde gefüllt haben. Bei dem ersten Durchgang waren die kleinen noch etwas skeptisch aber als die ersten Flaschen fielen, fanden sie ihren Spaß dabei und wurden immer kreativer und es entwickelte sich zu einem eigenen Spiel. ;-)
In der Schule bleibt es natürlich nicht aus, dass die Kinder sich mal verletzten und gerade bei den Kindern im Tetekela geschieht dies täglich. So hab ich mir irgendwann angewöhnt immer eine kleine Box an Pflastern und Desinfektionstüchern bei mir zu haben. Natürlich hatte sich das schnell herum gesprochen und so kommt jeder mit seinem Wehwechen gleich zu mir. So habe ich jetzt auch meinen neuen Spitznamen „Dr. Mubanga“ bekommen. Mubanga werde ich schon länger genannt, den Bemba Name haben die großen Jungs mir relativ am Anfang geben. Mubanga bedeutet „Strong Tree“.
Da ich bald ja nicht mehr da sein werde um von Jedem das Wehwechen zu versorgen, hatte ich mir überlegt eine „ Erste Hilfe Box“ mit den Kindern zu basteln. Zuhause hatte ich noch einiges an Pflastern, Verbandszeug und anderen Kleinigkeiten die in so eine Box gehören. So hab ich letzte Woche dieses Projekt mit meiner Klasse bekommen. Anfangs habe ich ihnen erklärt was es mit dieser Box auf sich hat, dann haben wir sie am nächsten Tag gebastelt und ich habe ihnen alles sehr detailliert erklärt. Dabei waren die Kinder echt aufmerksam und haben interessiert zugehört. Zusammen haben wir dann einen Platz für diese Box gesucht, wo jeder im Notfall Zugang hat. In den nächsten Tagen/ Wochen will ich die Kinder mit der Box noch vertrauter machen, damit sie sich in Zukunft gegenseitig verarzten können.
Als mein Kumpel Dominik im März hier war hatte er mich um einen Gefallen gebeten, ich sollte mit 10 Kindern eine Polonaise machen. Mein Versprechen muss ich ja auch halten und so hab ich an einem Vormittag mit 10 Kindern eine Polonaise im Klassenzimmer gemacht. Dabei hatte jedes Kind eine rote Nase auf und wir haben zusammen auf Bemba gesungen und sind dabei durchs Klassenzimmer marschiert. Wenn die Kinder singen und tanzen dürfen sind sie sofort in ihrem Element und es ist schwer sie davon wieder abzubringen, zudem hatten wir eine Menge Spaß und viel zu lachen, dass Beste waren natürlich die roten Nasen, die die 10 Kinder an meinem letzten Schultag bekommen. :)   
In meiner Freizeit habe ich in den letzten Wochen viel mit meinen 3 kleinen Geschwistern unternommen. An einem Sonntag hatte ich die beiden Mädels morgens mal mit zur Kirche genommen, weil sie mich gerne mal begleiten wollten. Während Carol fleißig am mitsingen war, ist Chibesa in meinen Armen eingeschlafen. :) Und dann hatte der kleine Christopher vor 3 Wochen Geburtstag und dafür hatten seine großen Schwestern einen Abend zuvor extra einen blauen Kuchen für ihn gebacken.
Letztes Wochenende hatten dann die kleine Chibesa Geburtstag und da ihr Papa Christopher momentan in Indien ist, hatte ich den Auftrag bekommen den Geburtstag zu planen. So haben wir dann am letzten Samstag den Geburtstag in der Sinamu Lodge gefeiert. Carol war den ganzen Morgen bei mir und zusammen haben wir einen roten Kuchen gebacken und gefüllte Teigtaschen für den kleinen Hunger zwischendurch gemacht. Natürlich hatten wir auch unsere Schwimmsachen dabei, sodass wir eigentlich vor hatten den Tag immer Wasser zu genießen, nur war es leider an dem Tag sehr windig und selbst für mich war das Wasser zu kalt, sodass es nur ein kurzer Aufenthalt im Pool war. Der Einzige der gar nicht mehr aus dem Wasser wollte war der Kleinste von uns Allen. Little Christopher hatte einen riesen Spaß im Wasser und ich musste ihm versprechen noch mal mit ihm schwimmen zu gehen bevor ich fliege, sonst hätte ich nicht aus dem Wasser gedurft. :P
Gestern hab ich den Kurzen dann zum ersten Mal mit zum Fußball mitgenommen. Am Anfang hätte ich nicht einmal gedacht, dass er dem zustimmt und mit mir mitkommt, aber er hätte den ganzen Vormittag von Nix anderem geredet und war ganz aufgeregt als es losging.  Doch leider hielt diese Begeisterung nur bis zum Ende der ersten Halbzeit an, ab da hatte ich dann alle Hände voll zu tun den Kleinen aufzumuntern. Im Großen und Ganzen hat das auch ganz gut geklappt und auch wenn er froh war wieder zuhause zu sein, meinte er nur dass er mit seiner großen Schwester „Cako“ viel Spaß gehabt hätte. :)
Beim Fußball bin ich immer noch Jedes Wochenende und mittlerweile ist es zu einem richtigen „Muss“ geworden. :) Und die Jungs schmieden schon Pläne wie sie mich doch noch hier behalten können. :P
Da hab ich es heute doch noch geschafft den Bericht mal zu Ende zu schreiben. Ich hoffe das klappt nächsten Sonntag auch wieder. ;-)
Ich wünsche euch Allen noch einen schönen Sonntagabend, einen guten Start in die neue Woche und viel Spaß morgen beim Deutschlandspiel! ;-)

Bis dahin, eure Caro :)


( Backe backe Kuchen :))


( Die gehört mir! ;-))


( Endlich 2 :))


( Unsere erste Bemba Polonaise :))


( Heute spiele ich mal Friseur ;-))


( Ich und Fußball :D )


( Kegeltime :))


( Caro und Prinzessin Mary :))


( Volle Konzentration :))


( Fertig ist das Meisterwerk :))


( Urlaubsfeeling :))


( Achtuuuuung! :P :)

Montag, 19. Mai 2014



Da bin ich mal wieder ;-)

Seit Montag gehe ich wieder täglich zur Schule. Gott sei dank. 4 Wochen Ferien waren zwar schön und gut aber jetzt wo ich meine Kids wieder um mich habe, bin ich doch ganz glücklich. :)
Als ich Montagmorgen dort ankam, saßen die Kinder bereits alle in dem Häuschen wo wir uns morgens immer erst versammeln. So gab es keinen großen Ansturm von den Kindern und keiner konnte mich umrennen. Natürlich war mir schon vorher klar, dass die Kinder an diesem Tag nicht zum lernen sondern zum arbeiten kamen. Als die Sister die Arbeit verteilt hatte und nachher aus der Sichtweite war, kamen dann alle Kinder zu mir gerannt und begrüßten mich ganz herzlich und freuten sich mich wieder in den Arm nehmen zu können, natürlich war ich auch echt happy alle wieder zusehen. :)
An dem Tag hatte ich nichts zu tun und so war ich mal hier und mal dort. 2 andere Sisters waren an diesem Morgen dabei Popcorn zu machen und da hatte ich mich dann hinzugesellt. Hier gibt es eigentlich nur salziges Popcorn. Mit Zucker kennen die gar nicht. Als ich ihnen davon erzählte, dass wir in Deutschland das meistens süß essen, konnten sie es mir nicht glauben und ich machte eine kleine Schüssel süßes Popcorn für sie.
Da am Montag noch nicht all zu viele Kinder erschienen waren, gab es am Nachmittag kein Programm und so hatte ich den Nachmittag frei und hab ihn mit Wäsche waschen verbracht.
Montagabend habe ich mal wieder gesehen, wie einfach wir es manchmal doch haben. Wenn ich zuhause Reis koche, mache ich die Packung auf und gebe den Reis in das Wasser, doch hier ist es ein wenig Anders. Hier ist der Reis meistens noch dreckig und so muss er erst gereinigt werden. Wenn man für ein oder 2 Personen kocht, geht das ja noch, aber wenn ich überlege dass man ja meistens für mehrere kocht, dann Prostmahlzeit.
Dienstag lief in der Schule wieder das Gleiche wie am Vortag ab. Die Kinder mussten arbeiten und ich war mal hier und mal dort. ;-)
Am Mittwoch war dann endlich mal wieder Unterricht…. mehr oder weniger. Ich hatte ein paar Kinder aus der Pre- School Klasse in meine Klasse bekommen, zudem hatte ich zusätzlich noch die 2. Klasse, weil Madame Charity die ganze Woche nicht da war. Deswegen hatte ich einfach ein paar Matheaufgaben für alle an die Tafel geschrieben, damit die Kinder beschäftigt waren und ich das Klassenbuch neu schreiben konnte, dass ein wenig Zeit in Anspruch nahm.
Als ich Donnerstagmorgen zur Schule kam, hieß es mal wieder, arbeiten. 3 Mädchen sollten das Lehrerzimmer aufräumen und ich sollte aufpassen dass sie es auch richtig machen würden. So dachte ich mir, wenn wir schon mal dabei wären dann auch 100%. Deswegen  wurde alles entsorgt, was kaputt und nicht mehr zu gebrauchen war. Nach guten 3 Stunden sah das Lehrerzimmer schon um einiges besser aus. Die Mädchen waren glaub ich echt froh als ich sagte das wir fertig seien, denn sie verstehen unter aufräumen, fegen und wischen und so hatten sie immer wieder hinter mir her geputzt, denn gerade als ein Tisch sauber war hatte ich wieder alles dreckig gemacht. Aber irgendwann war auch ich mal fertig und die Mädels konnten in Ruhe sauber machen. :P
Freitag haben wir noch ein paar Bilder die ich beim aufräumen gefunden hatte an die Wand gebracht, jetzt sieht es schön freundlich und nicht mehr so düster aus. ;-)
Am Freitag war ich nur für eine halbe Stunde in der Schule, da Kim an dem Tag mit ein paar Leuten von Mapalo (dort arbeitet sie jeden Dienstag) zu einem Zentrum von Waisenkinder hin wollte und sie hatte mich gefragt ob ich dort mit hin wolle. So sind wir dann gegen 9:30 Uhr zu dem Centre für Notbedürftige und Waisenkinder. Dort war es echt interessant. In dem Centre wohnen 22 Kinder (11 Mädchen/ 11 Jungs). Bei dem Treffen ging um gegenseitigen austauschen was vielleicht noch verbessern könnte, aber auch einfach so um mehr über das Centre zu erfahren. Zum Beispiel hab ich so erzählt was ich an Aktivitäten mit den Kindern mache und hab ein paar Anregungen gegeben. Zum Abschluss wurden uns noch die Schlafzimmer der Kinder und das Außengelände gezeigt.
Die Leiterin von Mapalo, Chanda hatte ihre kleine Tochter natürlich mit dabei und als wir uns auf dem Weg zu dem Centre machen wollten, meinte sie das einer von uns die Kleine auf den Rücken tragen sollte. Auf dem Hinweg hatte ich das kleine Mädchen und dieses Mal wurde mir auch gezeigt wie ich sie ohne Hilfe auf meinem Rücken bekommen. Das sah leichter aus als es war, aber nach 2 Anläufen hat es dann doch geklappt und die Kleine war noch immer am lachen, also Aufgabe gut gemeistert. ;-)
Am Freitagnachmittag kam Kim mir entgegen als ich gerade aus dem Haus kam. Sie hatte ein Paket für mich in dem Arm. Anfangs hatte ich gedacht dass es vielleicht eins der verschollenen Pakte aus November sei aber es war ein aktuelles Paket. Nicht groß und sehr leicht als wäre nix drin. Als ich dieses Paket öffnete waren nur eine Karte und ein große Osterüberraschungsei drin. So war für mich Freitag wieder Ostern. :))) Danke Mareike für das Ostergeschenk. :))
Gestern war ich mal wieder bei den Chishimba falls. Nun zum 3. Mal aber dieses Mal gab es auch Wasser ganz viel Wasser. :P Kim und Ich sind dort mit 4 anderen Freunden hingefahren. Leider sind wir erst gegen 15.30 Uhr los gekommen so konnten wir nur 2 Stunden dort bleiben, bis es dunkel wurde und wir wieder zurück mussten. Aber so genossen wir immerhin den Sonnenuntergang während wir auf einem großen Felsen direkt neben einem Wasserfall saßen. :)
Auf dem Rückweg haben wir dann direkt entschieden dass wir dort noch mal hinfahren bevor wir zurück fliegen. :P
Heute Morgen war wieder Kirche und nach 3 Wochen war auch ich mal wieder dort. Schon beim letzten Mal hatte Jeder Kim gefragt wo ich denn sei. Dieses Mal kam auch sofort jeder an ob ich auch wieder gesund sei. Mittlerweile kenne ich viele Leute und es ist auch immer ganz schön, wenn man nach der Messe draußen alle trifft und kurz schnacken kann. Auch als ich am Freitag wieder einmal in der Stadt war ist mir aufgefallen, dass ich gar nicht mehr so fremd bin. Egal ob es bei der Post ist die einen kennen oder die bekannten Gesichter die man auf der Straße trifft. Unbekannt bin ich in Kasama nicht mehr. :P
Eben war ich wie jetzt jedes Wochenende mit meinem Kumpel Longwa beim Fußballspiel von Kasama United. Alleine schon wegen der Gemeinschaft gehe ich dort gerne hin. Auch weil ich sofort willkommen war und die ganze Truppe echt super lieb ist. Die Jungs haben heute darauf bestanden, dass ich beim nächsten Fußballspiel mein eigenes Trikot habe, damit jeder sieht wo ich hingehöre. :) Echt schade das ich die Truppe jetzt so kurz vor der Abreise kennen gelernt habe, aber besser später als nie. ;-)

Während bei mir Zuhause in Deutschland gerade mal wieder eine große Geburtstagsparty steigt, liege ich schon wieder im Bett und genieße noch meinen Sonntagabend. Morgenfrüh geht’s wieder in die Schule, ich hoffe dass ich morgen auch unterrichten kann, also Daumen drücken. ;-) Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntagabend und einen schönen Start in die Woche. Bis dahin eure Caro Mubanga :)


( Mein Arbeitsplatz, sauber und ordentlich :D )


:))


( So praktisch :))


( Im Waisenzentrum)


( Ein großes Gelände)


( Chishimba falls No. 3 :))


( Einfach nur genießen :))


( Dort unten saß ich um den Sonnenuntergang zu sehen ;-))


:))


( Die Jungs in Action, die Blauen gehören zu mir :))